36 Stunden mit Windows 8

Samstag Mittag bin ich endlich dazu gekommen Windows 8 auf meinem Hauptrechner zu installieren. Nun sind 36 Stunden vergangen und ich ziehe ein erstes Fazit.

Warum?

Ganz einfach: auf meinem Hauptrechner war bisher Windows Vista Ultimate installiert und obwohl ich die allgemeine Ablehnung von Vista nicht so richtig verstehe (Vista mit SP2 läuft genau so gut wie Win 7) war es doch mal an derZeit für einen Wechsel.
Zuvor hatte ich Windows 8 immer mal wieder in einer Virtuellen Maschine getestet und war zu dem Schluss gekommen, dass es doch gar nicht so schlimm aussieht wie zunächst befürchtet.

Wie?

Die Windows 8 Installationsdatei hatte ich bereits vor einigen Tagen direkt von Microsoft gekauft und den Lizenzschlüssel erworben. Nach einem ordentlichen Backup lief die ESD-Installation lief reibungslos ab. Wie bei früheren Upgrades wird aber auch ein Ordner Windows.old mit den alten Dateien erstellt.

Erster Eindruck

Ja nun, schnell. Vista auf der SSD war ja auch schon nicht gerade langsam, aber Windows 8 ist doch nochmal deutlich schneller. Das mag aber auch an der frischen Installation liegen. Programmkompatibilität war größtenteils kein Thema, lediglich die Comodo Firewall benötigt einen besonderen Installer.

Startbildschirm und Apps

Da ist er nun der liebe Startbildschirm. Die einen hassen ihn, die anderen loben ihn über alles. Ich befinde mich in der Mitte, mit Tendenz zum positiven.

Mit meinen zwei Monitoren und dem passenden Setup fügt sich der Startbildschirm gut in den Benutzeralltag ein. Auf dem Hauptbildschirm der Desktop, auf dem Nebenbildschirm die Apps. Mit nur einem, womöglich auch noch kleinen Bildschirm wie auf einem Laptop halte ich das Menü allerdings für sehr nervig, es sei denn man hat einen Touchscreen.

Mit Hilfe der diversen Tastenkürzel findet man sich auch auf einem Desktop-PC recht schnell zu recht.

Für alle die dem Startmenü nachtrauern: WIN+X öffnet ein minimales Menü mit Verknüpfungen zu den wichtigsten Systemanwendungen wie Systemsteuerung, Explorer und Eingabeaufforderung.

Der Store ist mitunter ziemlich unmöglich. Angefangen damit, dass es kein extra Suchfeld gibt und man nur über das Hauptsuchfeld suchen kann.

Die Sortierung scheint willkürlich, bei manchen Kategorien werden auf der Startseite mehrere Apps angezeigt, bei anderen gar keine, obwohl hier einige vorhanden sind. Es gibt keine Kategorie “Alle Apps” und manche Apps sind recht komisch eingeordnet – was bitte soll die Chip-App unter “Lifestyle”? Die 182 Apps unter “Büro” sind einfach Werbeapps von diversen IT-Firmen, die alle gleich aussehen.

Ein großes Manko aller Apps ist das fehlende Schließ-Kreuzchen für Mausnutzer, denn die Schließgeste dauert einfach zu lange. Ich nutze deshalb einfach Alt+F4.

Insgesamt gibt es noch viel zu wenig nützliche bzw. gut gemachte Apps. Ausnahmen wie Mind8 – eine super einfache Mindmappingsoftware (bei der man sich allerdings Farben und die Druckfunktion kaufen muss) sind leider eine Seltenheit.

Programme werden irritierender weise – manchmal – auch als Apps bezeichnet, zum Beispiel wenn man auf der Startseite alle Apps anzeigen lässt. Übrigens eine sehr gelungene Auflistung in der auf Ordner verzichtet wird und dafür Kategorien eingerichtet werden. Will man ein Programm deinstallieren gelangt man jedoch zum altbekannten Programme deinstallieren-Bildschirm. Hier wird die Diskrepanz zwischen Mobilgerät und PC deutlich.

Die XBOX auf dem PC

Ja, da war ich anfangs auch etwas ratlos. Warum habe ich plötzlich Xbox Videos, Musik und Spiele auf dem Computer? Hätte man dieses Label nicht weglassen können? Abgesehen davon, dass der Windows Spielemarktplatz mich nicht besonders interessiert finde ich es sehr irritierend, dass mir dort Xbox Spiele angeboten werden, obwohl ich doch gar keine Konsole besitze.

Die Musik- und Videoplayerapps sind zum anschauen von Trailern bzw. durchbrowsen aktueller Songs ganz nett. Durch das absolut idiotische Interface sind sie jedoch für den Alltag unbrauchbar. Wieso wir denn auch bei einem Video wenn ich die Maus bewege ein riesiges Pausezeichen mitten auf dem Video eingeblendet? Ich wollte doch nur die Zeitleiste sehen, nicht den Inhalt verdecken.

Das schöne ist, dass man die Apps recht einfach vom Startbildschirm entfernen kann. Über die Suche findet man sie bei bedarf dann schnell wieder.

Explorer, Taskmanager & co.

Hier hat Microsoft wirklich zugeschlagen. Genau wie der Startscreen nach außen das neue glänzende Gesicht von Windows ist, sind Explorer und Taskmanager im Alltag die Dinge die am meisten gebraucht werden und daher sauber laufen müssen.

Im Explorer ist das Office 2010-artige Menüband gnädigerweise standardmäßig minimiert. So nimmt es im Alltag nicht unnötig Platz weg, ist aber trotzdem mit sinnvollen Verknüpfungen wie der Kommandozeile oder der PowerShell zur Stelle wenn diese gebraucht werden. Warum der Reiter mit den Bearbeitungs-Funktionen wie ausschneiden und einfügen “Start” getauft wurde ist mir allerdings schleierhaft. Ich kann nur vermuten, dass jemand das Startmenü in irgendeiner Form behalten wollte.

Ganz toll ist auch, dass Dateien endlich richtig schnell gelöscht werden.

Das Dateitransfer-Fenster glänzt mit seiner Detaillierten Anzeige, die auch sehr viel glaubhaftere Angaben als die Vorgänger macht. Zudem werden mehrere Transferaufträge in einem Fenster gestapelt – tolle Idee!

Der Task-Manager (Strg+Umschalt+Esc) beherbergt nicht nur die bekannten Features in verbesserter Variante, es gibt auch ganz neue Reiter wie den “App-Verlauf” und “Benutzer”, in dem alle vom Benutzer gestarteten Prozesse sichtbar sind. Sehr praktisch.

Die Kehrseite DER MEDALLIE

Es ist nicht alles Gold was kachelt, oder so…

Aus welchem Grund auch immer wurde meine SSD zwar erkannt, auch nach durchlaufen des Leistungsindexes schaltete Windows aber Defragmentierung, Superfetch und Prefetch nicht aus. Bei Windows 7 ging das automatisch. Kritisch für unerfahrene Nutzer.

Was ich gar nicht verstehe ist, dass die alten Icons die seit Vista bestehen nicht an das neue Design angepasst wurden. Besonders wenn man auf dem Startbildschirm die Systemsteuerungsanwendungen anzeigt sieht das sehr altmodisch aus. Als ob Microsoft keine guten UI-Designer hätte.

Was früher unter dem Start-Button lag ist heute in den Einstellungen der Startseite versteckt. Über die Charm-Bar oder WIN+I erreicht man nun die Option Ein/Aus bzw die Unteroptionen Neu Starten Energiesparen und Herunterfahren. – Unnötig Kompliziert für Desktopnutzer. Für mobile Geräte macht es natürlich Sinn, da schaltet ja niemend das Gerät aus.

Und nun?

Den halben Sonntag habe ich damit verbracht zu lernen wie man Windows 8 Apps entwickelt. Visual Studio Express 2012 for Windows 8 ist vermutlich die beste Entwicklerumgebung die derzeit auf dem Markt ist. Zudem sieht sie auch noch verdammt gut aus und glänzt mit einmalig guten Tutorials zum Einstieg.Beim derzeitigen Mangel an guten Apps sollte der Markt noch viel bedarf haben.

Fazit

Microsoft hat es geschafft seinen schlecht/gut-Rhytmus der Betriebsysteme zu durchbrechen. (NT/98, 2k/XP, Vista/7). Windows 8 ist trotz gewöhnungsbedürftiger Startseite, vor allem auch dank der Exploreroptimierungen ein deutlicher Fortschritt.

Auf dem Laptop werde ich noch bei Windows 7 bleiben. Denn mit einem, zudem noch recht kleinen, Bildschirm wäre mir der Startbildschirm einfach zu unübersichtlich und WIndows 7 läuft ja auch stabil und gut.

LINKS

Tastenkürzel: http://windows.microsoft.com/de-AT/windows-8/new-keyboard-shortcuts#1TC=t1

Sowie hier: http://www.tecchannel.de/pc_mobile/windows/2039003/windows_8_wichtige_tastenkombinationen_im_ueberblick/

Pflichtlektüre für Multimonitor-Nutzer: http://blogs.msdn.com/b/b8/archive/2012/05/21/enhancing-windows-8-for-multiple-monitors.aspx

OUYA @GameLab

Ich habe heute auf der Seite des GameLab Freiburg einen Artikel zur Spielekonsole OUYA geschrieben.Für den Artikel bekam ich Antworten von der OUYA-Gründerin Julie Uhrmann.

Die Konsole wird glaube ich ein richtig tolles Ding für den Spielemarkt. Aussehen tut sie schon mal super und wenn sie wirklich nur so klein ist wie ein Zauberwürfel (~ 6 cm³) ist das natürlich der Hammer.

Hier mal ein virtueller Größenvergleich:

Bei Kickstarter kann man die OUYA noch zwei Tage lang vorbestellen

RaspberryPi

Der versprochene Kuchen mag eine Lüge sein, der Rasperry Pi ist aber echt. Mein RasPi kam heute an und sieht schon Mal toll aus.

Der Raspberry Pi ist ein Micro-Format Computer mit einem ARM Prozessor wie er in vielen Smartphones und Tablet Cumputern verbaut wird. Er kann FullHD videos über HDMI ausgeben, hat einen LAN-Anschluss, zwei USB-Anschlüsse und einen SD-Karten Slot für den Hauptspeicher. Sein Hauptvorteil gegenüber ähnlichen Mikrocomputern wie dem Beagle Board ist seine Größe (siehe Foto) und sein Preis: nur 35 US Dollar. Das beinhaltet natürlich weder eine SD Karte noch ein Netzteil, aber jedes Smartphone-Ladegerät mit 5V Spannung und 700mA oder mehr Leistung können in Kombination mit einem Micro-USB Kabel verwendet werden. Das Ladegerät meines Pre3 funktioniert einwandfrei.

Hier sind die vollständigen Spezifikationen:

SoC Broadcom BCM2835 (CPU, GPU, DSP, and SDRAM)
CPU: 700 MHz ARM1176JZF-S core (ARM11 family)
GPU: Broadcom VideoCore IV, OpenGL ES 2.0, 1080p30 h.264/MPEG-4 AVC high-profile decoder
Memory (SDRAM): 256 Megabytes (MiB)
Video outputs: Composite RCA, HDMI
Audio outputs: 3.5 mm jack, HDMI
Onboard storage: SD, MMC, SDIO card slot
10/100 Ethernet RJ45 onboard network
Storage via SD/ MMC/ SDIO card slot

Es gibt bereits einige für den RasPi angepasste Linux Distributionen. Da die CPU ARM basiert ist läuft Windows natürlich nicht, aber wer braucht schon Windows?

Ein Wiki mit vielen Infos zum Einstieg existiert auch schon hier.

Ich werde zuerst Puppi testen, weil ich schon etwas Erfahrung mit Puppy Linux habe. Ich werde auch die auf Debian basierte Distro Raspbian ausprobieren, die mit Gnome 2 (MATE) einen schönen Desktop zu bieten hat und außerdem viele fertige Softwarepakete hat.

Ich werde natürlich posten sobald es etwas Interessantes zu berichten gibt.
Erst einmal werde ich aber ein LEGO-Gehäuse für den RasPi bauen. Dieses Design kann definitiv noch verbessert werden!

Fehlersuche mit Mantis

Um den Stand meines Spiels Illuminum online zu dokumentieren und eine Basis für die Fehlerbehebung zu schaffen wollte ich ein Bugtracking-System nutzen.

Die beste webbasierte Bugtrackingsoftware die ich kenne ist zweifelsfrei Trac. Vom Umfang her ist sie, insbesondere durch die Subversion-Anbindung und das integrierte Wiki ungeschlagen. Leider ist Trac mit Python programmiert, benötigt also diese Sprache auf dem Server. Da normale Webspace-Angebote, wie das auf dem dieser Blog liegt, keine Unterstützung für Python bieten und die Installation ohnehin nicht ganz einfach ist (auf meinem Ubuntu-Server ist sie bisher fehlgeschlagen) musste ich auf ein Alternativsystem ausweichen.
Mantis Bug Tracker ist diese Alternative. Mantis (engl. Gottesanbeterin) ist PHP basiert und läuft damit auf fast jedem Standardwebspace. Es ist sehr einfach zu installieren und es gibt seit kurzem auch eine mobile Version: Mantis Touch.

Mantis bietet die üblichen Möglichkeiten Fehler einzureichen die dann einem Bearbeiter zugewiesen werden können. Die Fehler werden je nach Status farbig markiert und sobald sie behoben sind in das Changelog eingetragen. Eine Roadmap kann ebenfalls erstellt werden indem man zukünftige Versionen eines Projekts erstellt und diesen dann Features zuweist.Auch kann man Dokumente hochladen, was z.B. ermöglicht eine erweiterte Dokumentation direkt im Tracker online zu stellen.

Das Verwalten mehrerer Projekte ist möglich, kann allerdings unübersichtlich werden, da alle Projekte auf derselben Startseite gebündelt werden und die Filterung nur über ein kleines Dropdown-Menü erfolgt.

Ansonsten läuft das System einwandfrei. Ich bin gespannt wie gut ich damit zu recht komme und ob es größere Probleme gibt. Natürlich freue ich mich über alle Fehler in meinem Spiel die von anderen gefunden werden.

Den Bugtracker für Illuminum findet ihr hier. Um Probleme einzutragen meldet ihr euch mit dem Nutzernamen guestreport und dem Passwort illuminum an.

Warum Unity toll ist!

Es wird Zeit, dass ich etwas über die Spielengine Unity 3D schreibe. Seit Oktober 2011 befasse ich mich, unter anderem  im Kurs GameDesign, mit Unity und habe die stärken und Schwächen des Programms kennen gelernt. Hier nun erst einmal die – soweit sei vorgegriffen – weitaus überwiegenden Vorteile.

Geschichte

Die Entwicklung an Unity begann 2001, 2005 wurde Unity 1 vorgestellt, 2007 Unity 2. Ab 2008 konnte man auf iOS und die Wii exportieren. 2009 kam dann der Durchbruch mit der Free Version mit der jedermann kostenlosen Zugriff auf die Engine bekam. Mit Unity 3 wird die Engine zum Trend der Spieleentwicklung 2010, aktuell gibt es über eine halbe Million Spielentwickler die mit Unity arbeiten.

Vorteile

Was unterscheidet Unity von anderen Game Engines wie der CryEngine oder der Unreal Engine? Zum einen die Einsteigerfreundlichkeit. Die Programmoberfläche ist modern und übersichtlich gestaltet, zahlreiche Tutorials bieten einen guten Einstieg. Da Unity mit Unityscript, einer stark an JavaScript angelehnten Programmiersprache, arbeitet fällt auch der Programmiereinstieg leicht. Gleichzeitig können Profis ihre Spiele in C# oder Boo entwickeln.

Der zweite große Vorteil ist die Portierbarkeit. Unity-Spiele können auf praktisch alle Spieleplatformen publiziert werden. Das geht von den PC-Systemen Windows und MacOS über die großen Spielekonsolen PlayStation 3, Xbox 360 und Nintendo Wii bis zu iOS und Android sowie über den Unity Webplayer für alle aktuellen Webbrowser. Seit Version 3.5 funktioniert auch der Export zu Flash. Linux- und Google Native Client-Support sollen ebenfalls in Arbeit sein.

Mit dieser enormen Bandbreite öffnet sich für Spieleentwickler der gesamte Spielemarkt ohne zeit- und kostenaufwändige Portierungen.

Spieleentwicklung mit Unity macht Spaß, auch weil die Community sehr hilfsbereit ist und es tausende Codeschnipsel gibt die einem helfen wenn man irgendwo nicht mehr weiter weiß.

Und als Independent Spieleentwickler halten sich die Kosten im Rahmen. Eine Pro-Lizenz kostet nur 1500 Dollar, inklusive lebenslangen Upgrades.

Was kann Unity?

Mit Unity ist es möglich jegliche Art von Spiel, vom 2D Jump and Run Spiel bis zum 3D Egoshooter, zu entwicklen. Für Letzteres ist es jedoch sicherlich sinnvoller eine speiziell dafür entwickelte Engine wie die CryEngine zu verwenden. Es gibt “große” Spiele die mit Unity entwickelt wurden, die Masse der Spiele fällt jedoch in den Bereich der kleinen Spiele, auch weil sie zumeist von Einzelentwicklern oder kleinen Gruppen erstellt wurden.

Unity endet jedoch nicht mit der Spielentwicklung. Durch die enorme Portierbarkeit, besonders im Internet über Flash und den UnityPlayer, eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten die bisher nur mit 3D Modulen für Flash mit relativ viel Aufwand möglich waren. Interaktive 3D Präsentationen und virtuelle Shoppingmalls sind nur der Anfang des Möglichen.

Beispiele

Eine exzellentes Spiel das mit Unity erstellt wurde ist zum Beispiel Rochard, ein fantasievolles Weltraumabenteuer von Recoil Games. Was in kurzer Zeit möglich ist sieht man am letzten Wettbewerb “Flash-in-a-Flash” der zum Jahresenede lief. Die Ergebnisse, sind kreativ und interessant und bieten für jeden Geschmack einen netten Zeitvertreib.

Eine Liste von mit Unity entwickelten Spielen findet sich hier: http://unity3d.com/gallery/made-with-unity/game-list

Kostenloser entwicklereinstieg

Unity ist in einer Basisversion kostenlos erhältlich. Diese Version ist perfekt für den Einstieg in die Spieleentwicklung geeignet. Sie kann bis auf erweiterte Effekte (wie z.B. dynamische Schatten) alles was die Pro-Version auch kann.

Worauf wartest Du noch? Unity herunterladen und anfangen zu entwickeln!

CSS3 Test

Ein interessantes Werkzeug für alle Webentwickler findet sich auf css3test.com. Der von Lea Verou entwickelte Test prüft die CSS3-Unterstützung des Browsers. Der dabei ausgegebene Prozentwert ist zwar nicht wirklich von praktischem Nutzen, weil viele Effekte noch experimentell sind, aber dennoch interessant. Praktisch ist hingegen die Möglichkeit zu testen welche Effekte denn im eigenen Browser überhaupt möglich sind. Die Scores bei mir: Chrome 17: 55%; FF 10: 52%; Chrome 16: 52%; Opera 11: 50%;  IE9: 33%

Eine weitere interesante Seite ist FindmebyIP. Dort gibt es eine Vergleichstabelle die auf Testergebnissen von mehreren tausend Browsern beruht.

 

Update [12-03-2012]: habe die Seite mal mit meinem Pre3 angesteuert. Der WebOS-Browser schafft tatsächlich 64%!

Kostenlose Unity Lizenz für Mobilegeräte

Bis zum 8. April gibt es die Unity3D-Lizenzen für mobile Endgeräte auf Android und iOS-Basis kostenlos! Bei den Lizenzen, die normalerweise 800 $ kosten, handelt es sich um die Basis-Versionen mit denen man aber alle Funktionen der Free-Version von Unity exportieren kann.

Um die kostenlosen Lizenzen zu bekommen muss man sich registrieren und die beiden Lizenzen für 0 Euro kaufen. Dann bekommt man den Lizenzschlüssel.
Den kann man bei der Installation (falls ihr auf 3.5 aktualisiert) oder in Unity selbst unter Help > Enter Serial Number eingeben. Und schon kann die mobile Spieleentwicklung beginnen.

Bevor ihr aber jetzt alle für eure iPhones und iPods entwickeln wollt: bedenkt, dass es Apple-Geräte sind. Natürlich kann man für Apple-Geräte nur auf Apple-Systemen entwickeln. Sprich: man benötigt OSX weil nur darauf Apples Entwicklerumgebung XCode läuft. Laut Stimmen aus dem Unity-Forum wäre das auch nicht sehr sinnvoll da man für die Einreichung in den Appstore und zusätzliche Features sowieso einen Mac benötigt.

Auf jeden Fall solltet ihr die kostenlose Lizenz herunterladen. Wenn Ihr sie in einem halben Jahr braucht habt ihr Geld viel gespart.

Never change a running system; oder: WordPress 3.3 *!&%*’#!**!

Da will man schön brav sein und die neue Version von WordPress schnell aufspielen, von wegen Sicherheitsupdates und so. Geht auch alles prima.

Änderungen? Na gut das linke Menü ist eingeklappt, das finde ich eher etwas nervig, aber für kleine Bildschirme macht es ja Sinn. Die neue Kontrolleiste am oberen Bildschirmrand ist praktisch.

Aber dann fängt es an: im Editor wurden die Medienbuttons zusammengelegt. Toll, zwei Buttons gespart an einer Stelle an der es total egal ist. Jetzt geht alles über einen Button, egal ob Bild, Video oder Musik. Leider geht mein Flickr Photo-Album Plugin jetzt nicht mehr.

Viel schlimmer: qTranslate geht auch nicht mehr, es erscheint ein Hinweis:

Der qTranslate Editor wurde deaktiviert, da es noch nicht mit dieser WordPress Version getestet wurde. Dieser Schritt ist eine Sicherheitsvorkehrung, um die Funktionalität von WordPress sicher zu stellen. Zum Reaktivieren klicke hier (kann Datenverlust verursachen!). Um diese Nachricht zu entfernen, bitte qTranslate zur passenden Version upgraden.

Tja, nur reaktivieren geht eben nicht, die Javascript-Funktion läuft ins Leere. Und eine passende Version gibt es auch noch nicht. So ist es erstmal aus mit der Zweisprachigkeit. Ich bin gespannt wie viele andere Plugins sonst noch nicht mehr gehen und muss mich wieder einmal fragen: Warum schaffen es die Entwickler nicht eine Software zu schreiben die nicht bei jedem Update ein neue Pluginversion benötigt? Bei Firefox nervt das ja auch ständig  – dort gibt es aber immerhin das Nightly Tester Tool. Zumindest so eine Zwischenlösung sollte es für WordPress auch geben.

So. Genug gemeckert. Erstmal überlegen ob ich zu 3.2 zurück wechsle oder abwarte.

 

Update: 20.12. qTranslate funktioniert dank eines Updates wieder. Für flickr photoalbum suche ich jetzt eine Alternative.

 

 

SSDs für die Masse

Für die Industrie gibt es schon länger große SolidState Disks, aber wer nicht tausende Euro für eine schnelle Festplatte ausgeben konnte oder wollte musste sich bisher mit einer kleinen SSD als Systemfestplatte und einer großen HDD für die Daten begnügen.

Gerade bei Laptops mit nur einer Festplatteneinbaumöglichkeit war das aber ein Problem: SSDs waren zu teuer oder zu klein um damit sinnvoll arbeiten zu können.

Jetzt hat OCZ eine SSD mit 1TB Kapazität herausgebracht die auf den Normalverbrauchermarkt abzielt. Der Preis ist immer noch hoch: 1300$. Die Herstellung von SSDs mit großen Kapazitäten wirkt sich aber auch auf die kleineren SSDs aus: Sie werden billiger.

So schrumpft der Preisunterschied zwischen HDDs und SSD immer weiter. Der Preis pro GigaByte ist bereits unter die 1-Euro-Marke gerutscht. Zum Vergleich: Traditioneller Festplattenspeicher kostet 3 cent/GB bei einer 2TB-Platte, 12 cent/GB für eine 250GB-Platte. Noch ist der Abstand groß, aber wie lange noch? Vor einem Jahr kostete eine Vertex 2 mit 240 GB 560 €, jetzt ist sie für weniger als die Hälfte, für 260 € erhältlich. Der Preisverfall ist enorm.

Bei mir werkelt derzeit eine Vertex2 mit 240GB im Laptop. Das reicht zum täglichen Arbeiten mit großen Datenmengen aus Foto und Video und der Überlauf (archivierte Videos und Musik) muss dann auf eine externe USB-3-Festplatte weichen. Für den Arbeitsfluss ist die SSD ein echtes Plus. Kein ewiges warten auf den System- oder Programmstart mehr.

Im Desktop-Rechner steckt eine 80GB Intel X25-M für System und Programme, heute für nur 120 € erhältlich. Diese Systembeschleunigung kann sich mittlerweile fast jeder leisten. SSD sind Marktreif für die Masse.

Auch die Software ist mittlerweile darauf ausgelegt. Windows 7 erkennt SSDs automatisch und nimmt die wichtigsten Einstellungen wie die Deaktivierung der Defragmentierung vor.

Momentan steigen die Preise für traditionelle Festplatten, weil Western Digital durch die Flutkatastrophe in Thailand große Produktionsausfälle hat. Ich bin gespannt wie sich das auf die SSD-Preise auswirkt. Steigen Sie, weil die Verfügbarkeit von Festplattenspeicher sinkt? Oder fallen sie weil die Hesteller die Chance nutzen SSDs  unter die Masse zu bringen?

TrueCrypt 7.1

TrueCrypt ist seit dem 1. September in Version 7.1 verfügbar. Abgesehen voeinien Bugfixes gibt es jetzt volle Unterstützung für Mac OS X 10.7 Lion.

Jetzt ist (endlich) auch die Deutsche Übersetzung online: http://www.truecrypt.org/localizations

Leider hat es diesmal etwas länger gedauert. Ich hatte erst vor zwei Wochen Zeit für die Übersetzung und bis die dann online verfügbar ist dauert es immer etwas.